Evangelische Kirchengemeinde Am Norfbach stellt Weichen für die Zukunft: Gebäudekonzept bis 2035 verabschiedet 

Neuss, 01.03.2026 – Die Evangelische Kirchengemeinde Am Norfbach hat in einer Gemeindeversammlung am 1. März 2026 über die künftige Gebäudebedarfsplanung informiert. Ein zentrales Ergebnis: Das Presbyterium hat beschlossen, das Gemeindezentrum Rosellerheide mit der Trinitatiskirche bis zum Jahr 2035 aufzugeben. Die Mitarbeitenden wurden vorab informiert; ihre Arbeitsplätze bleiben von dieser Entscheidung unberührt. 

Hintergrund der Entscheidung
Diese schmerzliche Entscheidung ist die Folge des demografischen Wandels, sinkender Gemeindegliederzahlen und rückläufiger Kirchensteuereinnahmen sowie der damit verbundenen Reduzierung künftiger Pfarrstellenanteile. Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Klimaschutzgesetz der Landeskirche aus dem Jahr 2023, das die Klimaneutralität aller genutzten Gebäude bis 2035 vorschreibt. Mit Ihrem Beschluss setzt die Gemeinde zugleich den Beschluss der Kreissynode Gladbach-Neuss vom November 2025 um, den Gebäudebestand im gesamten Kirchenkreis bis zum Jahr 2035 zu halbieren und mit weniger Pfarrstellen zu planen. 

Beteiligung und Ausblick 
Die im Oktober 2025 durchgeführte Befragung der Gemeindeglieder zu den Standorten Norf und Rosellerheide hat wichtige Impulse geliefert und floss direkt in den Entscheidungsprozess ein. Dabei wurde deutlich, dass Gemeindearbeit in erster Linie durch Menschen geschieht. So sehr Gebäude als Orte der Beheimatung wertgeschätzt werden, sind sie letztlich ein Mittel zum Zweck. Mit der jetzigen Entscheidung stellt sich die Gemeinde langfristig handlungsfähig und zukunftsorientiert auf. 

Für die Gemeindeglieder ist wichtig zu wissen, dass der Betrieb vorerst wie gewohnt weiterläuft. Gottesdienste, Kirchenmusik, Jugendarbeit sowie die bestehenden Kreise und Gruppen finden weiterhin statt; eine unmittelbare Schließung des Gemeindezentrums und der Trinitatiskirche steht nicht bevor. 

In einem nächsten Schritt wird die Gemeinde nun Konzepte für eine sinnvolle Nachnutzung des Gebäudes entwickeln und für die bestehenden Angebote alternative Orte und Formate erarbeiten. 

Gudrun Erlinghagen
Vorsitzende des Presbyteriums