Besessenheit in der Bibel
Wir alle kennen solche Aussprüche: „Da war ich wie besessen.“; „Da fühlte es sich an, als würde mein Körper mir nicht mehr gehorchen!“; „Was hat dich denn da gerade geritten?“ In Sätzen wie diesen drückt sich die Erfahrung aus, dass auch wir Christenmenschen nicht so frei sind, wie es im Gottesdienst so oft und gerne betont wird, sondern dass auch wir Zwängen und Einschränkungen unterliegen. Diese Zwänge können so stark werden, dass wir uns ihnen ausgeliefert fühlen und gar nicht anders können, als unser Denken und Handeln nach ihnen auszurichten. Eine Krankheit, die plötzlich das ganze Leben bestimmt. Politische und gesellschaftliche Umstände, die ein ganz bestimmtes Verhalten von mir verlangen. Das panische Rennen darum, immer noch mehr und das Beste zu haben, damit ich vor den Augen anderer bestehe.
Diese Erfahrungen spiegeln sich in einer Gruppe von biblischen Texten wider, die im gemeindlichen Kontext nur selten und wenn, dann meist mit einem unangenehmen Gefühl in der Magengegend behandelt werden: Den Besessenheitserzählungen der Evangelien. Versteckt hinter einer dem modernen rationalen Menschen fremden Vorstellungswelt finden sich in diesen Texten Geschichten von Menschen, die sich selbst vollständig verloren hatten. Und es sind auch Geschichten darüber, wie Gottes Licht die Dunkelheit dieser Menschen wieder erhellte.
An drei Abenden begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise in diese fremde Welt. Wir werden Einblicke bekommen in eine der historisch wichtigsten Tätigkeiten Jesu, seine Exorzismen an bessesenen Menschen, und die dahinterstehenden Vorstellungen. Wir werden bekannte und unbekannte biblische Texte mit neuen Augen sehen und dabei hoffentlich auch Hoffnungsbotschaften für unsere Zeit entdecken. Dazu lade ich Sie an folgenden Terminen herzlich ein:
Dienstag 10.11. um 19 Uhr im Seniorenraum der Trinitatiskirche: „Wenn einer für viele spricht“
Dienstag 17.11. um 19 Uhr im Foyer der Friedenskirche: „Wenn die Krankheit einen im Griff hat“
Dienstag 24.11. um 19 Uhr im Seniorenraum der Trinitatiskirche: „Dämonische Besatzer“
Die Abende sind so gestaltet, dass sie in sich selbstständig sind.
Ihr Tim Matzko